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Geldanlage für die Kinder - Grundstein für Führerschein oder Ausbildung

Bereits früh Geld für die Kinder einsparen - ein sehr umsichtiger Gedanke. © stevepb (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Viele Eltern fangen schon bald nach der Geburt ihres Kindes an, für dessen Zukunft zu sparen. Schließlich kommen auf jeden jungen Menschen unweigerlich größere Ausgaben zu – sei es für den Führerschein oder auch eine Ausbildung. Ist dann bereits das notwendige Geld oder ein großer Teil davon vorhanden, entlastet es alle Beteiligten. Es bewahrt auch Eltern vor der schwierigen Situation, große Ausgaben für das Studium ihrer Sprösslinge tätigen zu müssen, wenn gerade Ebbe in der Kasse ist.

Doch wie legt man am besten Geld zurück für die Kinder? Jeden Monat ein paar Euro in ein Glas zu werfen, ist zweifellos der schlechteste Weg. Schließlich möchte man, dass sich das Angesparte von allein vermehrt. Auch sogenannte Ausbildungsversicherungen hält die Stiftung Warentest für wenig empfehlenswert. Glücklicherweise gibt es lohnende Alternativen unterschiedlicher Art.

Soll für einen bestimmten Zweck gespart werden?

Bevor man mit dem Sparen anfängt, ist es sinnvoll, sich darüber klarzuwerden, welchen Zweck das angesparte Geld erfüllen soll. Manche Eltern möchten einfach nur möglichst viel Geld für ihren Nachwuchs zurücklegen. Die meisten verbinden damit bestimmte Ausgaben. Letzteres ist durchaus empfehlenswert. Denn es schafft eine konkrete Motivation für alle Beteiligten. Außerdem lässt sich so besser überlegen, welche Summe im Idealfall angespart werden sollte und wann man am besten mit dem Sparen beginnt.

Als möglicher Zweck kommen infrage:

  • Führerschein
  • Ausbildung
  • Auslandsaufenthalt oder große Reise
  • Eigenes Auto

Wer möchte, dass sein Kind das angesparte Geld für eine Weltreise nach abgeschlossener Ausbildung oder ein eigenes Auto verwendet, tut gut daran, sich vorher zu überlegen, ob dann das zusätzliche Geld für notwendige Ausgaben vorhanden sein wird. Schließlich müssen zuerst die Kosten für die Ausbildung selbst beziehungsweise den Erwerb des Führerscheins beglichen werden. Dabei ist eine großzügige Kalkulation empfehlenswert, die Faktoren wie die Inflation miteinbezieht. Wie teuer ein Studium in zehn Jahren sein wird, lässt sich schlecht vorhersagen. Es ist aber wahrscheinlich, dass die Kosten steigen werden. Auf der anderen Seite macht es wenig Sinn, mehr Geld für die Ausbildung der eigenen Kinder zu sparen, als man gerade zur Verfügung hat.

In vielen Fällen können sich Eltern beim Sparen zusätzlich auf die finanzielle Hilfe von Verwandten stützen. Opa oder Oma steuern oft gerne zu Geburtstag oder Weihnachten etwas Geld für die Zukunft ihrer Enkel bei.

Welche Geldanlagen sind sinnvoll?

Die Frage nach der richtigen Geldanlage ist aktuell gar nicht so leicht zu beantworten. Das gilt auch für Menschen, die für sich selbst Geld zurücklegen möchten. Angesichts niedriger Zinsen wächst sogar bei den notorisch risikoscheuen Deutschen die Zustimmung zu Wertpapieren, wie der Spiegel berichtet. Dabei macht es natürlich einen Unterschied, ob man mit dem eigenen Geld spekuliert oder nicht. Schließlich möchte niemand seinem Nachwuchs erklären müssen, dass Mama oder Papa das Geld für seine Ausbildung an der Börse verloren haben.

Grundsätzlich bieten sich folgende Anlageformen an:

  • Sparbücher
  • Sparpläne
  • Festgeld
  • Tagesgeld
  • Investmentfonds

Bessere Angebote für Sparbücher und Sparpläne als Banken haben oft Wohnungsgenossenschaften. Dafür ist es zwar in der Regel Pflicht, Genosse zu werden und Geschäftsanteile zu erstehen. Allerdings muss das kein Nachteil sein. Schließlich erhält man dann Dividenden.

Sparpläne sind wie Festgeld vor allem geeignet, wenn sich Sparer sicher sind, dass sie das betreffende Geld in naher Zukunft nicht benötigen. Denn die über die gesamte Laufzeit festgeschriebenen hohen Zinsen von Festgeld bezahlen sie damit, dass sie über eine vorher festgelegte Zeitspanne hinweg nicht über ihr Geld verfügen können. Bei Tagesgeld bleiben Sparer flexibel. Dafür müssen sie mit geringen Zinsschwankungen leben. Trotzdem liegt das Zinsniveau laut kindertagesgeld.de höher als beim Sparbuch.

Durch die Anlage in Investmentfonds kommen Eltern beziehungsweise ihre Kinder in den Genuss von Renditen. Ein gewisses Risiko bleibt dabei bestehen, auch wenn man sich für die vergleichsweise gut abgesicherten EFT-Fonds entscheidet. Mit einem Fondssparplan lassen sich jedoch auch hier die Risiken etwas abmildern.

Was ist darüber hinaus zu bedenken?

Es gibt einige grundsätzliche Aspekte, die Eltern bedenken sollten, wenn sie für ihre Kinder Geld zurücklegen:

  • Laufen Sparpläne auf die Kinder selbst, hat dies durchaus Steuervorteile.
  • Übersteigen Einkünfte von Kindern 405 Euro im Monat, ist es allerdings mit der beitragsfreien Familienversicherung in der GKV vorbei.
  • Ist das Geld erst einmal auf dem Konto für Ausbildung oder Führerschein der eigenen Kinder, sollte es dort bleiben.

Ein anderer wichtiger Aspekt betrifft die Verfügbarkeit des Geldes. Ist dieses nämlich auf einem Festgeldkonto, an das weder Eltern noch Kind herankommen, wenn der Führerschein ansteht, war alles Sparen erst einmal umsonst. Deshalb macht es Sinn, die angesparte Summe einen kurzen Zeitraum, bevor sie benötigt wird, auf ein Tagesgeldkonto oder auch Sparbuch zu transferieren. So ist sie verfügbar und wirft gleichzeitig noch Zinsen ab. Wegen der Zinsen sollte man das Geld übrigens nicht vorzeitig abheben. Ist es erst einmal ausgezahlt, vermehrt es sich auch nicht mehr.

Die Geldanlage für Kinder ist meistens relativ langfristig ausgerichtet. Eventuell kann sich auch ein Sparplan in Aktienfonds lohnen, der nach einer gewissen Zeit umgeschichtet wird. © markusspiske (CCO-Lizenz) / pixabay.com

Fazit

Geld gewinnbringend anzulegen, ist keine leichte Aufgabe, egal für welchen Zweck. Angesichts historisch tiefer Zinsen verlegen sich immer Leute auf Spekulationen an der Börse. Wenn es um die Zukunft der eigenen Kinder geht, spielt Sicherheit allerdings eine zentrale Rolle. Deshalb bietet sich hier immer noch das gute alte Sparbuch an. Empfehlenswerte Alternativen sind Sparpläne und Tagesgeldkonten und wer wirklich Rendite erzielen möchte, greift am besten auf Investmentfonds zurück. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Geld verfügbar ist, wenn es gebraucht wird. Wer gut im Bewahren von Geheimnissen ist, kann daraus eine Überraschung zum Studienabschluss oder Geburtstag machen, indem er dem Jugendlichen beispielsweise ein neues Auto vor die Tür stellt.

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