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Weihnachtsrituale: Warum sie für Kinder wichtig sind





Die Temperaturen sinken, der Schnee legt sich auf die Straßen – die Weihnachtszeit steht schon in den Startlöchern. Mit der kalten Jahreszeit beginnen viele Familien, altbekannte Traditionen auszuüben. Es werden Plätzchen gebacken, weihnachtliche Lieder gesungen und der Weihnachtsbaum geschmückt – und das ist für den Nachwuchs von großer Wichtigkeit.

Es gibt Menschen, die sich eine gewisse Ordnung in ihrem Leben wünschen. Sie stehen morgens auf, trinken eine Tasse Kaffee und lesen dabei die Zeitung. Auch Kinder mögen Rituale in ihrem Leben, denn für sie scheint die Welt unterzugehen, wenn sie kurz vor Weihnachten keine Plätzchen mit den Eltern backen. Erziehungsberichtigte würden aufgrund der allgemeinen Unruhe zu dieser Zeit manchmal vielleicht gerne auf dieses Ritual verzichten. Sie sollten aber wissen, dass für die Kleinen solche Traditionen – so klein und unbedeutend sie auch erscheinen mögen – wichtig sind. Rituale verleihen Kindern ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Die Geburt der Rituale
Wenige Eltern realisieren, dass sie ihre Kinder ab der Geburt an kleine Rituale gewöhnen: regelmäßiges Füttern und Wickeln, Schlafenlegen sowie Spielstunden. Sie alle helfen Kindern, ein Urvertrauen aufzubauen.

Die Advents- und Weihnachtszeit bildet keine Ausnahme. Im frühesten Alter werden die Kleinen daran gewöhnt, gemeinsam mit den Eltern Plätzchen zu backen, jeden Tag ein Türchen im Adventskalender zu öffnen und auf den Weihnachtsmann zu warten. Für sie ist es wichtig, bis zu einem gewissen Alter jedes Jahr diese Rituale auszuführen. Denn auch sie werden die Tradition irgendwann an die nächste Generation weitergeben.

Mit einem personalisierten Adventskalender Schwung in die Tradition bringen
Ein wichtiges Element der weihnachtlichen Tradition ist der Adventskalender. Beginnend mit dem 1. Dezember versteckt sich hinter jedem Türchen eine kleine Überraschung. Bis zum Heiligabend öffnet der Nachwuchs jeden Tag ein Türchen, bis das Christkind mit den Geschenken kommt. Die Tradition des Adventskalenders begann im 19. Jahrhundert. Damals wurden die 24 Türen mit Kreide an eine Wand gemalt. Kinder durften die Kreidemarkierungen jeden Tag wegwischen. Die eigentliche Form, wie wir sie heute kennen, stammt vermutlich von Gerhard Lang. Er malte im Jahr 1903 genau 24 Felder auf eine Pappe und befestigte sie auf ein Stück Gebäck. Die Kalender mit Türchen zum Öffnen kamen ab 1920 auf den Markt.

Adventskalender gibt es in den verschiedensten Formen und Ausführungen. Viele Eltern kaufen ihn im Supermarkt. Aufregender sind personalisierte Adventskalender, die Eltern und Kinder gemeinsam gestalten können. Es gibt diese Kalender in zwei Ausführungen: als Postkarte oder einer Schokoversion. Eltern und Kinder können verschiedene Designs auswählen. Auf diese Weise erhält der Adventskalender Jahr für Jahr ein neues Gesicht.

Mit dem Nachwuchs Weihnachtskarten erstellen und an Verwandte versenden
Weihnachten ist die Zeit des Jahres, zu der man seine Gedanken nicht nur an seine Familie, sondern auch an Freunde und Verwandte richtet. Zur Tradition gehört es, Weihnachtskarten an liebe Menschen zu senden, die man selten persönlich sieht – zum Beispiel entfernte Verwandte oder Freunde, die nicht mehr in der Nähe wohnen.

Eltern sollten ihre Kinder an dieser Tradition beteiligen und mit ihnen gemeinsam Weihnachtskarten gestalten. Wie auch beim Adventskalender besteht die Möglichkeit, personalisierte Weihnachtskarten im Internet zu bestellen. Gemeinsam mit dem Nachwuchs wählen Eltern schöne Motive aus und versehen die Karten mit einem schönen Text. Auf diese Weise erhalten die Empfänger jedes Jahr eine individuelle Weihnachtskarte, die sie ihrer Sammlung hinzufügen können.

3 bekannte Rituale für das Weihnachtsfest
Nicht nur das Öffnen der Türen des Adventskalenders und das Versenden von Weihnachtskarten sind beliebte Traditionen zum Weihnachtsfest. Eltern haben viele weitere Möglichkeiten, Rituale zu etablieren:

1.    Adventskranz: Der Adventskranz kam zur selben Zeit wie die Adventskalender auf den Markt. Der erste Kranz soll an der Kölner Kirche gehangen haben. Dieser Brauch hat sich seit dem innerhalb Europas und in andere Staaten rund um die Erde verbreitet. Selbst in den USA gibt es den Adventskranz. Die Tradition besteht darin, jedes Jahr gemeinsam einen Adventskranz zu basteln. Anleitungen gibt es hier.

2.    Wunschzettel: Ein simples, aber effektives und kreatives Ritual, ist das Erstellen einer Wunschliste. In den deutschsprachigen Ländern ist die Wunschliste weit verbreitet. Sobald Kinder schreiben können, sollten Eltern sie dazu ermuntern, eine Wunschliste für den Weihnachtsmann, den Nikolaus oder das Christkind zu schreiben. In Deutschland gibt es tatsächlich Anschriften für diese Geschenkebringer. Eine Liste mit den Adressen können Eltern der Seite der Deutschen Post entnehmen.

3.    Weihnachtsbaum: Die Tradition des geschmückten Weihnachtsbaumes ist etwa 400 Jahre alt. Damals wurden Tannen mit Nüssen, Äpfeln, Lebkuchen sowie Papierrosen geschmückt. Erst später kamen Kerzen und die heutigen Lichter hinzu. Kinder freuen sich jedes Jahr, gemeinsam mit ihren Eltern, den Baum zu schmücken.

Rituale sind praktisch
Rituale bedeuten nicht nur viel Spaß für die Kleinen, sondern sie haben auch eine praktische Seite für die Eltern: Das Familienleben ist entspannter. Die ganze Familie erwartet mit großer Spannung den nächsten Zeitpunkt, zu dem sie ein Ritual ausführen darf. Jeder kennt seine Rolle und führt diese aus.

Bild oben: © famveldman – Fotolia.com

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