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Erste Besuche: Wenn auch alleine Spielen wichtig ist





Wenn das eigene Kind aus dem offiziellen Kleinkindalter herausgewachsen ist und seine ersten Erfahrungen im Kindergarten sammelt, beginnt auch für Eltern eine besondere Zeit. Nicht nur heißt es nun, Tochter oder Sohn für mehrere Stunden täglich zu verlassen, denn plötzlich beginnen schon die Kleinsten damit, sich ein ganz eigenes soziales Netz aufzubauen. Nicht lange dauert es dann, bis der erste Spielbesuch ansteht. Eltern sind sich hier aber oft unsicher, wie viel Betreuung bei einem Besuchsnachmittag angemessen ist.

Warum erste Freundschaften so wichtig sind

Grundsätzlich gilt: Eltern sollten ihr Kind beim Knüpfen von Freundschaften unterstützen. Der Kontakt zu etwa gleichaltrigen Kindern nämlich ist für die Kleinen von ganz besonderer Bedeutung. So kann im Umgang mit anderen erprobt werden, welche Rollen sich im sozialen Leben gut anfühlen, welche Bedürfnisse ein anderer möglicherweise hat und auch das Sozialverhalten wird geschult. Aus diesem Grund ist es nur richtig, Kinderkontakte nicht nur auf die Stunden in der Betreuung zu konzentrieren, sondern auch das eigene Zuhause zu einem kleinen Übungsfeld zu machen.

Gute Freunde fördern die Entwicklung von Persönlichkeit und Sozialverhalten. (Quelle: lenkafortelna (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Am Anfang allerdings sind Kinderfreundschaften noch recht kurzlebig. Manchmal ensteht eine Freundschaft gleich morgens an der Garderobe, um dann am Ende des Kindergartentages schon wieder zu enden. Das ist nicht weiter schlimm oder ungewöhnlich, denn in dieser frühen Phase konzentrieren sich Kinder vor allen Dingen auf ihre ganz eigenen Bedürfnisse. Bietet der Freund Vorteile, so wird er kurzerhand als solcher deklariert. Verschwinden die Vorteile aber, ist es auch mit der Freundschaft nicht mehr weit her. Eltern, deren Kind also viele und häufig wechselnde Freundschaften hat, müssen sich nicht sorgen.

Später dann kristallisiert sich meist ein festeres Netz aus Kindergartenfreunden heraus. Was das Alter der Kinder betrifft, geschieht das je nach Entwicklung zwischen vier und fünf Jahren. Jetzt gibt es „beste Freunde“, die auch mal zum Spielen vorbeikommen wollen und es stellt sich eine gewisse Regelmäßigkeit ein. Während dieser Zeit kommt es häufig auch dazu, dass aus den Eltern beider Kinder gute Freunde werden. Konstante Freundschaften im Kindergarten sind selbstverständlich noch nicht für die Ewigkeit gemacht. Beziehungen, die sich bis in das Erwachsenenalter hinein halten, sind eher die Ausnahme.

Dennoch lohnt es sich, häufige Besuche zu unterstützen. Denn aus einer geknüpften Kinderfreundschaft entwickelt sich nicht selten eine emotionale Stütze für das Kind. Haben sich Mädchen und Jungen bisher nur damit befasst, Urvertrauen zu ihren Eltern oder anderen erwachsenen Bezugspersonen aufzubauen, zeigt sich nun, dass auch Kinder zu verlässlichen Partnern werden können. Die Freundschaft unterstützt die Bildung eines gesunden Selbstvertrauens und hilft dabei, selbst zu einem vertrauenswürdigen und hilfsbereiten Menschen zu werden.

Schon Kindergartenkinder wollen auch mal alleine spielen

Die Wichtigkeit von Kindergartenfreundschaften lässt sich also nicht von der Hand weisen. Eltern, die ihrem Kind keinen Besuch erlauben und fremde Kinder lieber fernhalten wollen, tun ihrem Sohn oder ihrer Tochter damit keinen Gefallen. Ein wichtiges Entwicklungsfeld nämlich ist nach wie vor die private Wohnumgebung.

Ab einem bestimmten Alter wird es für Kinder und ihren Besuch außerdem interessant, auch mal ganz ohne einen Erwachsenen zu spielen. Haben Mama oder Papa bis zu diesem Zeitpunkt immer mitgespielt und lückenlos aufgepasst, dürfen die Zügel nun ein klein wenig lockerer gehalten werden. Das wiederum fördert die kindliche Entwicklung auch im Hinblick auf die eigene Initiative.

Die Grundlage für diese Annahme bildet die Arbeit von Erik Erikson, einem us-amerikanischen Psychoanalytiker, der eine Stufentheorie zur Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit entwickelt hat. Zwischen drei und sechs Jahren, so Erikson, ist das Kind mit einem Konflikt aus Initiative und Schuld beschäftigt. Es will also erfahren, dass es selbst die Initiative ergreifen kann und als Handelnder in der Welt dazu fähig ist, etwas zu bewirken. Das gilt selbstverständlich auch für die Zeit des Freundebesuchs. Unterstützen Eltern diese Erfahrung, kann das Kind im späteren Leben besser mit Anpassungsfähigkeit umgehen und weiß, dass es über eine gewisse Kontrollfähigkeit verfügt. Weitere Informationen zu Eriksons Theorie hat gedankenwelt.de zusammengestellt.

„Mama, geh‘ mal kurz weg!“ – Das gehört zu einer gesunden Entwicklung. (Quelle: agwhite (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Wie aber sollten sich Eltern in einer solchen Phase am besten zurückziehen, ohne ihre Aufsichtspflicht dabei zu verletzen? Immerhin sind Kinder im Kindergartenaltern noch nicht einhundertprozentig dazu fähig, mit Risiken und Gefahren umzugehen und auch schwierige Konflikte können an der Tagesordnung sein. Beide Kinder beim Spielen im Zimmer alleine zu lassen, sollte daher nur dann geschehen, wenn Eltern aus der Ferne so viel wie möglich mitbekommen. Die wichtigsten Grundregeln hierfür sind:

  • die Zimmertür bleibt geöffnet,
  • Mama oder Papa halten sich in greifbarer Entfernung auf,
  • und schauen regelmäßig im Zimmer vorbei.

Dennoch lässt viele Eltern trotz dieser Regeln eine gewisse Unsicherheit nicht los. Verständlich, denn auch die Verantwortung für das Besuchskind lastet auf ihnen. Eine sinnvolle Anschaffung, wenn nicht ohnehin bereits vorhanden, ist daher ein Babyphone mit integrierter Kamera. Es kann im Kinderzimmer aufgestellt werden und überträgt nicht nur Ton, sondern auch Bild. So kann Mama auch vom Wohnzimmer aus sehen, wenn es einen Streit gibt, oder allzu wagemutige Kletterübungen am Hochbett geprobt werden. Damit das Babyphone sicher überträgt, sollten sich Eltern vor der Anschaffung auch mit der Reichweite befassen. Wie babyphone-testberichte.de anmerkt, liegt diese meist zwischen 150 und 300 Metern, kann jedoch in Innenräumen sehr viel niedriger liegen. Es lohnt sich also, das Modell zunächst zu testen, bevor es dann in der Praxis zum Einsatz kommt.

Tipps für die  Beschäftigung kleiner Gäste

Die Zeit, in der sich Kindergartenkinder gemeinsam mit ihrem Freund tatsächlich vollkommen alleine beschäftigen, kann kurz ausfallen. Oft nämlich fällt es schwer, sich auf ein Spiel zu einigen, oder Spielideen zu finden. Hier können Eltern selbstverständlich für Unterstützung sorgen.

Je nach Alter können auch Gesellschaftsspiele zum Nachmittags-Hit werden. (Quelle: StockSnap (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Genau wie bei Spielen für den Sandkasten gibt es zahlreiche Ideen, Kinder in den eigenen vier Wänden zu beschäftigen. Schöne Ideen sind beispielsweise:

  • Maltapeten,
  • Stickerhefte,
  • eine große Kiste mit Bausteinen,
  • oder auch Vorgaben für Spielszenarien mit Figuren oder Puppen.

Kinder greifen diese Anregungen meist gerne auf und können sich dann wieder auf eigene Faust beschäftigen. Sind die Kleinen schon etwas größer, können auch altersgerechte Gesellschaftsspiele zum Verweilen einladen. Je nach Alter der Kinder sollten diese jedoch nicht über allzu komplizierte Regeln verfügen und leicht alleine aufgebaut und durchgeführt werden können.

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