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Langeweile – wenn Kinder nicht wissen, womit sie spielen sollen





Früher – so meint sich mancher zu erinnern, konnten sich Kinder eine gefühlte Ewigkeit mit ein paar Holzbauklötzen beschäftigen, mit einem Gummiseil spielen oder Sandburgen bauen. Heute haben die meisten Kinder eine riesige Auswahl an Spielzeug zur Verfügung und wissen dennoch nicht, was sie mit sich anfangen sollen. Wie lässt sich das erklären? An Angeboten mangelt es jedenfalls nicht.

Weniger ist oft mehr


Ein Grund für die grassierende Langeweile in deutschen Kinderzimmern ist die schlichte Überforderung, aus dem übergroßen Angebot das richtige Spielzeug auszuwählen. Es ist für Eltern gar nichts so einfach, zu verhindern, dass sich eine enorme Spielzeugmenge anhäuft. Oft überbieten sich Verwandte regelrecht darin, große Geschenke zu machen. Dazu kommt, dass man als Mutter oder oft selbst denkt, dass ein bestimmtes Spielzeug so süß ist, dass man es dem Kind gern schenken möchte.

Wer von Anfang an aber hin und wieder mit den Kindern gemeinsam das Zimmer ausmistet und nicht mehr Benötigtes an andere Kinder verschenkt oder verkauft, kann der Spielzeugflut einigermaßen Herr werden. Doch auch wer einen kleinen Sammler oder eine Sammlerin zu Hause hat, hat Möglichkeiten, das Spielzeugangebot so einzugrenzen, dass es zu einer eingehenden Beschäftigung anregt: Gute Kinderzimmermöbel bieten Stauraum, in dem ein Teil des Spielzeugs von Zeit zu Zeit verschwinden kann. Bei Storado gibt es Kinderzimmermöbel, in denen sich Spielzeug sehr gut verstauen lässt. So sehen Kinder immer nur einen Teil ihrer Spielsachen und können sich leichter entscheiden, womit sie spielen sollen.

Tablets, Smartphones, Fernsehgeräte und Spielkonsolen bringen Unruhe ins Kinderzimmer. Je präsenter diese Geräte sind, desto schwieriger ist es, durchzusetzen, dass sich Kinder mit ganz gewöhnlichem Spielzeug beschäftigen. Und Kinder, die oft und gern Medien konsumieren, haben es schwer, sich von den Abenteuern der analogen Welt begeistern zu lassen.

Die Natur regt die Fantasie an


Kinder, die viel draußen spielen, machen die Erfahrung, dass es kaum mehr als ein paar Bäume, Sand, Wasser oder eine Blumenwiese braucht, um stundenlang Verstecken oder Fangen zu spielen, Steine auf dem Wasser hüpfen zu lassen oder einen bunten Strauß zu pflücken, an dem sich die ganze Familie erfreut.

Doch leider berichten Experten davon, dass Kinder heutzutage immer weniger Zeit im Freien verbringen. Eltern können viel tun, um dem Bewegungs- und Frischluftmangel vorzubeugen. Wege zur Kita und zur Schule zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen, auch bei Regenwetter regelmäßig Spaziergänge unternehmen. Kinder, die wichtige Wege allein zurücklegen dürfen oder sich mit ihren Freunden ohne Eltern auf dem Spielplatz verabreden, lernen, ihre Umgebung selbst zu entdecken, sich auf den Verkehr zu konzentrieren und die Natur zu beobachten. Außerdem ist es, wie wir in diesem Artikel zeigen, ungemein wichtig, Kindern das Thema Umweltschutz nahezubringen

Dass ein ganzer Tag ohne Smartphone und Spielkonsole sehr gut auszuhalten ist, lernen Kinder bei gemeinsamen Familienausflügen. Ob ein Baumwipfelpfad wie der hier beschriebene „Heide Himmel“, eine klassische Wanderung mit Picknick oder eine Radtour – die Möglichkeiten sind unbegrenzt. Wo die Entscheidung zwischen Lego und Playmobilburg, Gesellschaftsspiel und Sammelkarten gar nicht getroffen werden muss, sind Kinder schon nach kurzer Zeit mit lustigen Gesprächen, Tannenzapfenweitwurf und Kletterbäumen vollauf zufrieden!

Wenn gar nichts mehr hilft und die Kleinen wirklich den ganzen Tag quengeln, gibt es nur eine Lösung: wirklich abzuwarten und die Meckerei auszuhalten, bis die Kinder sich endlich selbst eine Beschäftigung suchen!

Fotonachweis – Kinder spielen draußen ©  pixabay.com CC0 Creative Commons HaiRobe

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